MichaelKoerner.jpg)
© Michael Körner
Der Welterbebahnhof Hallstatt bildet einen besonderen Ort der Ankunft und des Übergangs auf der Strecke Attnang-Puchheim–Stainach-Irdning. Im Juli 2026 stehen hier 30 Frauen aus unterschiedlichen Zeiten und Lebenswelten im Fokus, die das Salzkammergut geprägt haben oder von ihm geprägt wurden – darunter Bäuerinnen, Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Lehrerinnen und Unternehmerinnen. Fünfzehn lebensgroße Figuren machen sichtbar, aus welchen alltäglichen, beruflichen, kulturellen oder existenziellen Gründen Frauen diesen Bahnhof genutzt haben.
Die gezeigten Biografien stammen aus früheren Ausstellungen der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 und wurden von Elizabeth Baum-Breuer und Aufbruch, Salzkammergut! neu zusammengeführt. Sie verdichten das weibliche kulturelle Erbe der Region und sind zugleich ein Beitrag zur Idee eines zukünftigen Frauenmuseums Salzkammergut in Bad Ischl.
Begleitend zur Ausstellung findet eine Lesereihe statt.
Wann: Laufzeit 4–12/7 und 24–26/7/2026, Fr–So, 13–17 Uhr
Wo: Bahnhof Hallstatt
Begleitprogramm:
26.7.2026, 17 Uhr: Finissage und Lesung Christian Hoffmann
Christian Hoffmann wird von der international tätigen Cellistin und Musikpädagogin Barbara Thiem begleitet. Barbara Thiem, die die Sommermonate immer in Rindbach bei Ebensee am Traunsee verbringt, spielt in verschiedenen Bestzungen dies und jenseits des Atlantiks. Sie tritt regelmäßig mit dem Barnach Trio und dem Mendelssohn Trio im Salzkammergut auf. Weitere kulturelle Beiträge für die Gegend setzt sie für die Salzburger Organisation „Frauenstimmen“ und als Organisatorin der „The Music Academy at Schloss Ort“.
Aktbilder, ein Frauenkörper, ein Brandanschlag und das alles am Fasching Sonntag in Ischl!
Einen Blick auf die dunklen Seiten der Kunst liefert Christian Hoffmann, der am Welterbebahnhof Hallstatt aus seinem Roman „Die undeutliche Frau“ liest. Im Mittelpunkt dieser „Wiener Kriminalgeschichte“ stehen ein Maler und die Unbekannte, die das Modell für eine Serie von Aktbildern war.
Filigrane Aktbilder, ein eleganter Frauenkörper, ein Brandanschlag, ein Toter: Der Journalist Paul Fitzner, ein Freund des Malers, will den Hintergrund der dramatischen Ereignisse aufklären, die die Vernissage in einer Wiener Galerie begleiten. Auf der Suche nach der Unbekannten, die das Modell für die Bilder war, gerät er gemeinsam mit einer Kollegin in einen Strudel von Geheimnissen, Eifersucht, Mord und gefährliche Machenschaften von Ewig-Gestrigen.
Christian Hoffmann, Jahrgang 1956, der ein Doktoratsstudium der Philosophie abgeschlossen und viele Jahre als Journalist gearbeitet hat, hat mit der Figur des Paul Fitzner ein Alter Ego geschaffen, das in diesem Roman zum zweiten Mal auftritt und sich wie schon im ersten Band („Bei der Spinnerin am Kreuz“) mit den Abgründen des Lebens in der Großstadt beschäftigt.