
© Raffaella Busdon
Internationale Ausstellung zeitgenössischer Kunst
Diese Ausstellung beginnt mit einer Verweigerung: Es gibt nichts zu sehen. Kein Spektakel, kein Trost, keine Distanz. Nur das, was übrig bleibt, wenn wir Verleugnung, Gewohnheit und Gleichgültigkeit beiseite lassen. Frauen und Natur bringt Künstlerinnen zusammen, die Angst, Fürsorge und Wut in Akte der Sichtbarkeit verwandeln.
Der Klimawandel ist nicht geschlechtsneutral. Frauen gehören zu den am stärksten Betroffenen – und zu den ersten, die reagieren, schützen und Alternativen entwickeln. Dennoch werden ihre Stimmen immer noch an den Rand gedrängt. Diese Ausstellung besteht darauf, ihnen Gehör zu schenken. An der Schnittstelle von Klimagerechtigkeit, Geschlechtergleichheit und Kunst stellen sich österreichische und italienische Künstlerinnen einer gemeinsamen Verantwortung. Der Titel ist eine
Provokation und eine Forderung: Raus aus der Passivität, reduziert auch auf das Wesentliche. Wissenschaftler*innen warnen, dass ein Anstieg von nur 2 °C Ökosysteme, Volkswirtschaften und die soziale Ordnung zerstören wird. Der Zusammenbruch kommt nicht – er findet bereits statt.
Durch Malerei, Fotografie, Video, Installation, Musik, Skulptur, Keramik und Mode oszillieren die Werke zwischen Warnung und Ironie, Fragilität und Widerstand. Die Besucher*innen werden nicht aufgefordert, zu bewundern, sondern Unbehagen zu empfinden, ihre Position zu hinterfragen, sich Veränderungen vorzustellen. Denn der Wandel wird nicht allein durch Daten geschehen – er erfordert Vorstellungskraft, Mut und kollektive Verantwortung.
Im Sinne der Kulturhauptstadt Europas Bad Ischl Salzkammergut 2024 präsentiert diese Ausstellung Bad Ischl und das Salzkammergut als Orte, an denen Kunst die Realität nicht schmückt, sondern hinterfragt – wo Poesie politisch wird und Schweigen keine Option mehr ist.
Wann: Fr, 17/4/2026, 18.30 Uhr
Wo: Hotel Austria, Esplanade 10, 4820 Bad Ischl
Laufzeit: 18/4–25/5/2026, Mi–Mo 10–17 Uhr
Zur Vernissage erwartet euch eine performative Modeschau in Kooperation mit der Modeschule Ebensee und Bewohner*innen des Pro Mente Wohnhauses Bad Goisern.
Mit Werken von: Giuliana Balbi, Raffaella Busdon, Luisa Fortuny & MariaSofi a Segato Team, Elke Groen, Cornelia Hefel, Kir Lamont, Ulrike Magritzer, Roberta Morzetti, Donna E. Price, Qing Yue, Gabriele Scheutz & The Gabies, Ingrid Schreyer, Gabriele Schuller, Ronja Vogl, Gloria Zoitl.